Horrorfilme

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Horrorfilme

#1

Beitrag von Bearserk » 04.07.2019, 22:25

Welche guten Horrorfilme kennt ihr, die wirklich Spannung aufbauen, keine dummen, vermeidbaren Fehler und Schwachstellen beinhalten und die wirklich Angst erzeugen?
Meiner Meinung nach ist es wirklich schwer, einen guten Horrorfilm zu finden, deshalb bin ich sehr gespannt auf eure Beispiele :)



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BiSa
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#2

Beitrag von BiSa » 04.07.2019, 23:18

keine Ahnung ob das als Horror od eher Thriller gilt, oder beides, aber The Strangers find ich sehr gut! man erfährt am Anfang eig eh wies ausgeht, aber es bleibt trotzdem bis zum Schluss spannend



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#3

Beitrag von Sephiroth » 05.07.2019, 10:28

The Thing (1982)
Die Fürsten der Dunkelheit (1987)
Hellraiser (1987)
The Void (2016)



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#4

Beitrag von desint » 06.07.2019, 06:37

Ja, The Thing ist ein Klassiker.

So richtig Angst hat mir seit meiner Kindheit eigentlich kein Horrorfilm mehr gemacht. Aber es will schon was heißen, wenn ein Film es schafft, eine spannende Atmosphäre zu erzeugen und die dann nicht gleich wieder von bescheuerten Teenies zerstört wird.

In diesem Sinne positiv beeindruckt haben mich z.B:
The Exorcist (1973)
Alien (1979; schon wieder, ich weiß)
The Shining (1980)
Ringu (1998); The Ring (2002)
The Descent (2005)

The Woman in Black (2012) hatte zwar einige Jumpscares, was ich eigentlich überhaupt nicht mag, die waren aber erstaunlich gut getimed.
Paranormal Activity (2007; nur der Erste) In dem Film passiert eigentlich kaum etwas und manch einer würde ihn sogar als langweilig bezeichnen. Trotzdem war ich hinterher für einige Tage etwas schreckhafter als sonst.


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#5

Beitrag von Julina » 06.07.2019, 21:10

Puh, die Angst machen...

Ich weiß nicht. Ich find's manchmal übertrieben brutal und es nervt mich dann eher.

Vl.
Als ich 16 war, der Exorzismus von Emily Rose
Oder Quarantine, sonst fällt mir nix ein... Das mir Angst gemacht hätte..
Wie gesagt, zum Großteil finde ich es nach einem gewissen Grad einfach nur ekelig oder krank... ;)

Sah gestern Slenderman... Mann war das langweilig @.@

Hm. Vielleicht habt ihr noch gute Vorschläge^^



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#6

Beitrag von Bearserk » 08.07.2019, 13:42

Oh, die King-Filme sind toll :) The Thing war genial.

Event Horizon finde ich sehr gut, da geht es teilweise aber sehr blutig zu. Trotzdem ist die Spannung definitiv gegeben, es ist kein hirnloser Blutverspritz-Film.

Gestern haben @BiSa und ich überlegt, was der Unterschied zwischen Horror und Thriller ist.
MMn geht es bei Horror oft um Übernatürliches und Morde, Thriller hingegen sind "nur" spannende, aufbauende Filme. Was sagt ihr dazu?



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#7

Beitrag von desint » 08.07.2019, 14:30

Gute Frage.

Soweit ich weiß, ist der wesentliche Punk bei Horror der, dass beim Leser/Zuschauer ein negatives, unangenehmes Gefühl entsteht. Man versucht, ihn/sie zu erschrecken, Angst auszulösen oder einfach nur Ekel und Abscheu zu erzeugen. In diesem Zusammenhang sind auch Splatter, Slayer und Gore Subgenres des Horrors. Demnach enthalten dann auch Thriller mit sehr expliziter Gewaltdarstellung Horrorelemente. (Horror-Thriller)
Übernatürliche Phänomene findet man zwar häufig, sind aber kein Muss in einem Horrorfilm (z.B. The Texas Chainsaw Massacre, Saw, Hostle). Ebenso muss keine wirkliche Gefahr vom Antagonisten ausgehen. Es genügt, wenn eine bedrohliche Stimmung entsteht.

Da möchte ich gleich noch den m.M.n. sehr guten Film "The Eye" (das Original von den Pang-Brüdern aus Hongkong, NICHT die Version mit Jessica Alba) empfehlen.

Ein Thriller erzeugt zunächst einfach nur Spannung und Aufregung. Man fiebert quasi mit den Charakteren mit, ohne dass deren Gefühl von Angst und Verstörung auf einen selbst überschlägt. (das Schweigen der Lämmer, Sieben, Fight Club,...)
In der Praxis treten aber beide Genres oft gemeinsam auf und sind dann nicht immer ganz klar zu trennen.

Ist ein sehr interessantes Thema. Ich denke, @Sephiroth hätte hier die fachliche Reputation, die Unterschiede besser zu erläutern. :-)


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#8

Beitrag von Bearserk » 08.07.2019, 14:46

Klingt plausibel. Gut beschrieben.
Ich bin sicher, es gibt mehrere Definitionen und mehr oder weniger offizielle Beschreibungen, aber mich interessieren die Meinungen hier dazu :)
Über das Thema habe ich mir davor noch nie Gedanken gemacht.



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Beitrag von Sephiroth » 09.07.2019, 16:31

Ja gut dann wollen wir mal :D

Ein Thriller soll eigentlich "nur" Spannung erzeugen. Und das geht auf viele Weisen. Das funktioniert zum Beispiel sehr gut mit Crimestorys oder mit politischen Motiven. Der bereits genannte "Sieben" ist da schon ein sehr gutes Beispiel. Mit Angst oder "Unwohlsein" muss das noch nichts zu tun haben. Es gibt aber auch da sicher verschiedene Überschneidungen, zum Beispiel ist "J.F.K." eine Crimestory, funktioniert aber auch glänzend als Polit-Thriller.

Der Horrorfilm geht aber weiter (zumindest versucht er es). Der klassische Horrorfilm will Angst, Entsetzen und Gänsehaut verursachen. Und ob man es nun glaubt oder nicht - dazu muss nicht ein einziger Toter notwendig sein. Denn Angst wird über Atmosphäre erzeugt, und die braucht eigentlich keine Morde um zu funktionieren. Atmosphäre funktioniert über Musik, Kameraarbeit, die Umgebung, etc. Als Beispiel gebe ich hier mal "Poltergeist 2" an. Der zählt zwar heute eher als Gruselfilm, aber es wird deutlich was ich meine. Ihr könnt euch gerne mal die Mühe machen, den Bodycount zu errechnen - ich garantiere euch, er ist SEHR niedrig. Aber es gibt Sequenzen, da ziehts mir die Gänsehaut auf. Das liegt zum Ersten an der perfekten Musik von Jerry Goldsmith und zum Zweiten am Schauspieler Julian Beck, der den Prediger spielt. Schaut man dem ins Gesicht sieht man das pure Böse und dazu bedarf es nur eines Blickes. Und da ist dann noch keiner übermäßig brutal gestorben.
Natürlich können gutes Make-Up, effektvolle Tode usw. dazu beitragen, das ein Horrorfilm funktioniert - und ich mag das auch sehr gerne. Ich bin da ein Fan davon, aber es ist keine Voraussetzung. Die besten Filme dieser Art kombinieren dann diese positiven Elemente, und dann kommen so Sachen wie "Hellraiser", "The Thing" oder auch "Die Fliege" (von David Cronenberg) heraus.
Diese Unterkategorien wie Slasher, Splatter oder Gore kann man dann mögen oder auch nicht, persönlich bin ich der Meinung das jedes Genre gute und schlechte Filme hervorbringt.


"Horror" ist wahrscheinlich das facettenreichste Genre das es gibt. Deswegen mag ich Horror auch so. Eine Unterkategorie mag ich aber absolut nicht und das ist dieses "Torture-Porn" Zeug. Sowas wie "Hostel" zum Beispiel. Die scheißen nämlich komplett auf jede Atmosphäre und geben uns einfach nur auf stupide, stumpfe, übertriebene Gewalt. Ohne jeden Kontext und zum reinen Selbstzweck. Und das funktioniert einfach nicht.
Generell sind Horrorfilme in der heutigen Zeit in einer ziemlichen Sackgasse gelandet (also zum Großteil). Positive Beispiele gibt es hin und wieder noch, aber die meisten Werke gehen bei mir sofort nach dem Ansehen auf den "Kann man vergessen" Stapel.



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Beitrag von Bearserk » 09.07.2019, 18:55

Ich frage mich nur, warum es so viele unterdurchschnittliche Horrorfilme gibt, die sich um keinerlei Spannung oder Glaubwürdigkeit bemühen und bestenfalls auf ein paar billige Jumpscares bauen.
Ich kann nicht gut beurteilen, ob das nur die neueren Filme sind, oder ob das immer schon so war in dem Genre. Zwar mag ich Horror sehr gerne, aber allzu viel habe ich noch nicht gesehen, bzw ist sehr, sehr vieles an Horrorfilmen der letzten Jahre, die es zB auf Netflix spielt, zu einem Einheitsbrei verschmolzen und in Vergessenheit geraten bei mir.



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Beitrag von desint » 09.07.2019, 19:24

Ich denke, die Gründe dafür sind hauptsächlich finanzieller Natur. Horrorfilme lassen sich einfach und billig produzieren, sofern man keinen Wert auf Qualität legt. Gleichzeitig gibt es eine solide Stammklientel. So spielt selbst ein durchschnittlicher Horrorstreifen schnell ein vielfaches seiner Produktionskosten ein.
Extrem-Beispiel Paranormal Activity (2009):
Produktionsbudget: 15.000,- $
Einnahmen: 107.000.000,- $ (Korrektur: weltweit sogar über 193.000.000,- $)
Gewinnmarge: 713.000 % (so was schafft kein Disney-Blockbuster) (1.286.000 %))
Und da ist die Sekundärvermarktung (Pay-TV, DVD, BD, Stream,...) noch gar nicht dabei.
Auch wenn man dann noch ein paar Millionen Werbebudget dazunimmt, ist der Gewinn enorm.

Leider setzten viel zu wenige Filmemacher auf eine gute Story und Atmosphäre. Den meisten genügen ein paar Jumpscares und Ekeleffekte, denn die kosten kaum Geld.

Hinzugefügt nach 59 Minuten 19 Sekunden:
@Sephiroth Danke! Volle Zustimmung.

Ein anderer Punkt, der für mich in Horrorfilmen wichtig ist, woran aber viele kläglich scheitern: Wenn ein Charakter stirbt bzw. ermordet wird, ist es für mich extrem wichtig, dass dieser vorher richtig eingeführt worden ist, damit ich eine emotionale Bindung zum späteren Opfer aufbauen konnte. Nur dann geht mir dessen Tod nahe. Und das setzt ein gutes Drehbuch und vor allem gute Schauspieler voraus.
Negativbeispiel: Beim "Freitag der 13."-Reboot (Marcus Nispel, 2009) war mir der komplette Cast unglaublich unsympathisch. Tatsächlich gab es (für mich) nur einen einzigen Sympathieträger: Jason Vorhees. Dementsprechend war ich jedesmal erleichtert, wenn wieder einer der nevigen Teens von Jason ruhig gestellt worden war.
So was spricht nicht gerade für gutes Character-Building. :D

BTW and back to topic: Da schon ein paar Carpenter-Titel gefallen sind, möchte ich auch noch erwähnen:
The Fog - Nebel des Grauens (1980)


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Beitrag von BiSa » 10.07.2019, 12:15

The Fog hat mir auch sehr gut gefallen!

mir ist gerade noch It follows und Trick’r Treat eingefallen. beim zweiten kann ich allerdings nicht genau sagen ob er wirklich so gut ist, oder ob das nur meine persönliche Wahrnehmung ist xD



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Beitrag von desint » 11.07.2019, 10:10

@BiSa Darf ich fragen, ob du den alten Fog gut fandest, oder die Neufassung. Letztere fand ich einfach nur schrecklich, weiß aber nicht, ob das nur an mir liegt, oder ob dem Film wirklich jegliche Atmosphäre fehlt. :?

BTW: Gerade eben hat der YT-Filmkritik-Kanal "Cinema Strikes Back" eine Umfrage zum "Besten Horrorfilm der Welt" gestartet. Zur Auswahl stehen lediglich Nosferatu von F.W. Murnau sowie Psycho von A. Hitchcock. Beides sind sicher Meisterwerke und sollten in diesem Threat erwähnt werden, Psycho sehe ich persönlich aber eher als Psychothriller.


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Beitrag von BiSa » 12.07.2019, 10:27

@desint gesehen hab ich beide, finde aber nicht dass ich sie wirklich miteinander vergleichen könnte. die Atmosphäre ist bei beiden Filmen komplett anders. mir gefällt die alte Fassung allerdings auch besser, schon allein wegen Jamie lee curtis xD obwohl Clark Kent in der neuen Fassung auch unterhaltsam ist xDD

Bei Psycho geb ich dir auch recht, hat mehr was von Thriller.
Nosferatu ist zwar ein Klassiker, aber wirklich gruselig ist er nicht. ws damals schon^^



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Beitrag von desint » 12.07.2019, 20:10

Ach, Clark Kent war mir gar nicht aufgefallen (habe Smallville nie geschaut).

Nosferatu sollte man wohl eher als historisch relevantes Werk betrachten. Auch wenn der Hauptdarsteller Max Schreck (max horror ;-) ) damals so tief in seiner Rolle gewesen sein soll, dass manch einer ihn für einen echten Vampir gehalten hat, heute wird er wohl niemanden mehr erschrecken.


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Beitrag von BiSa » 21.07.2019, 21:11

ach wenn er mir in der Nacht in einem verlassenen Park begegnen würde, hätt ich sicher auch ein bisschen Angst xD

weil ich viel gutes darüber gehört hab, hab ich mir jetzt unlängst die Autopsie der Jane Doe angeschaut. war ziemlich gut, das Ende hab ich so auch nicht kommen sehen



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Beitrag von Sephiroth » 02.08.2019, 19:49

Da wir hier von Horror reden und der Name auch ein oder zwei mal gefallen ist:

https://m.youtube.com/watch?v=3Ofs0TUQKKg&t=41s




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